Pfingsten zu Gast bei August dem Starken
Hurra, ein neuer Beitrag! Nachdem es eine Weile still war um unseren Blog, möchte ich heute einen Bericht über den Pfingstbarock auf Schloss Planitz bei Zwickau beisteuern, bei dem es sich um eine Nachstellung des 1730 stattgefundenen Zeithainer Lustlagers handelt. (Fotos davon kann man ürbigens in unserem Fotoalbum auf dieser Seite bewundern!)
Durch Zufall hatte ich von dem Pfingstbarock erfahren, genauer gesagt durch die Zeitung der Deutschen Bahn, die immer in der Erzgebirgsbahn aushängt und die ich manchmal auf dem Weg zur Arbeit lese… Jedenfalls musste ich gleich an Björn denken, weil er sich doch so für Sächsische Geschichte interessiert, und prompt entschieden wir, zu Pfingsten nach Zwickau zu fahren.
Björns Eltern haben wir auch gleich noch mit überredet, mitzukommen, und sie haben es auch nicht bereut!
Von Chemnitz aus ist man mit dem Auto sehr schnell in Zwickau bzw. auf Schloss Planitz, und das schöne Wetter tat sein übriges. Als wir gegen 12 Uhr in Planitz ankamen, trafen zeitgleich August der Starke mit seinem Gefolge und seinen Ehrengästen Friedrich Wilhelm I. und seinem Sohn Friedrich II. ein. Auch die zahlreichen historischen Militär-Trupps samt Hofnarr marschierten gleich an uns vorbei. Als die hohen Herrschaften Platz genommen hatten, verspürten wir erst einmal Hunger und holten uns ein schönes saftiges Steak.
Anschließend flanierten wir durch den Schlosshof mit seinen zahlreichen Marktständen und Fressbuden, sowie durch den herrlichen Schlosspark, indem sich das Feldlager der Kompanie befand und man die Soldaten beim Putzen ihrer Bajonetts beobachten konnte.
Um 13 Uhr traf dann der sächsisch-preußische Hofstaat ebenfalls im Park ein und veranstaltete vor dem Vogelhäuschen ein Festmahl mit allerhand Saufsprüchen und sächsisch-preußischen Sticheleien, sodass es für uns Zuschauer eine große Belustigung war.
Nach diesem Spektakel versorgten wir uns erst einmal mit Softeis, Bratwurst, Kuchen und Kaffee…
Danach gingen wir wieder in den Park, wo das Militär seine Exerzierübungen vorführte, die irgendwie endlos lange dauerten und noch etwas unkoordiniert wirkten und bei der Hitze selbst den stärksten Soldaten umhauen mussten…
Das lange Warten hat sich aber gelohnt, denn als Abschluss gab die Armee mehrere lautstarke Feuerschüsse ab und auch die Kanone kam 3 Mal zum Einsatz! Da freute sich jedes Männerherz! Naja, und ich fand es auch ganz amüsant.
Obwohl es wirklich sehr schön war, waren wir dann abends irgendwie alle total kaputt und mussten uns alle nochmal mit einem Fischbrötchen stärken, bevor es dann zurück Richtung Chemnitz ging.
Alles in allem ein wunderschöner Tag und ein echter Geheimtipp: www.pfingstbarock.org
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